So hilft Ihnen Kaffee gleich dreifach bei der Gartenarbeit

Kaffeesatz eignet sich nicht nur als Dünger, er hält ebenso Schädlinge fern und kann noch einige andere praktische Eigenschaften im Garten vorweisen.

Obwohl uns das Aprilwetter derzeit immer wieder mit Temperaturstürzen und sogar Schneefall überrascht, die neue Gartensaison steht dennoch vor der Tür. Spätestens jetzt sollten ambitionierte Hobbygärtner mit ihrer Gartenplanung 2021 beginnen. Die neuesten Gartentrends werden schon bekanntlich auch schon in den üblichen Publikationen besprochen, dieses Jahr weit oben auf der Liste stehen etwa der Selbstversorgergarten mit Anbau von Gemüse und Obst, oder auch wie Wasser eingespart werden kann. Gärtnern erfreut sich einer anhaltenden Beliebtheit. Und seit der eigene Garten – coronabedingt – für immer mehr Menschen die Urlaubsreise ersetzen muss, dürfte die Zahl der Gartenbegeisterten noch einmal gestiegen sein.

Wenn Frühling und Sommer den Garten sprichwörtliche zur Blüte kommen lassen, wird der ein oder andere sicher auch wieder einen guten Kaffee genießen. Sei es an einem frischen Morgen, um vielleicht noch die aufgehende Sonne zu erleben. Oder im Schatten an einem sonnigen Nachmittag, um die Pracht des eigenen Gartens zu genießen.

Der bei der Zubereitung angefallene Kaffeesatz kann im Anschluss zu dieser Pracht einen Beitrag leisten, denn längst hat sich herumgesprochen, dass er mehr kann, als etwa als Geruchsfänger im Kühlschrank recycelt zu werden.

Das Coffeemakers Magazin stellt Ihnen an dieser Stelle gleich drei unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten von Kaffee im eigenen Garten oder auf dem Balkon vor:

Kaffee und Kaffeesatz als Dünger nutzen

Lassen Ihre Pflanzen die Blätter hängen, beginnen diese sichtbar zu vergilben? Dann mangelt es der Pflanze meist an Kalium. Kaffeesatz kann hier Abhilfe schaffen. Und mit Stickstoff und Phosphor enthält er noch weitere für den Dünger typische Nährstoffe.

Etwas unter die Erde gemischter Kaffeesatz kann deshalb Wunder wirken. Vermischen Sie Kaffeesatz und Erde am besten beim Umtopfen oder wenn Sie zum Beispiel die Pflanzenkübel auf ihrem Balkon vorbereiten. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass das Kaffeepulver trocken ist und falls doch noch etwas Restfeuchte vorhanden ist, vermengen Sie Kaffee und Erde sorgfältig. Andernfalls könnten Sie schnell ein Schimmelproblem bekommen.

Während Kaffeesatz bei Garten- und Balkonpflanzen empfohlen wird, könnte er bei typischen Zimmerpflanzen oft fehl am Platze sein. Sie benötigen in der Regel eine weniger nährstoffreiche Düngung bzw. eine ganze speziell auf ihre Bedürfnisse abgestellte Düngung. Aber: Zimmerpflanzen ein bis zwei Mal im Monat mit kaltem Kaffee zu gießen unterstützt diese dennoch im Wachstum.

Kaffee hält Schädlinge und andere Tiere fern

Mit dem Einsatz als Dünger ist das Potential von Kaffee im eigenen Garten aber noch lange nicht ausgereizt. Koffein ist für einige bekanntlich einer der Gründe, warum sie überhaupt Kaffee trinken. Schnecken sehen das etwas anders, für sie ist Koffein schädlich. Ein Ring Kaffeesatz um den Salat kann diesen deshalb vor Schneckenbefall schützen. Der ausgestreute Kaffeesatz hält sogar oft Katzen und Hunde fern. Allerdings sollte man darauf verzichten, wenn Jungtiere im Garten sind, die den Kaffeesatz aus Neugierde dennoch probieren könnten.

Auf die Laufrouten von Ameisen und anderen Kleintieren gestreuter Kaffeesatz überdeckt die dort hinterlassenen Duftspuren. Die Insekten verlieren so die Orientierung und müssen sich neue Wege suchen.

Und auch gegen Blattläuse kann Kaffee helfen. Verdünnen Sie kalten Kaffee noch einmal im Verhältnis 1:1 mit Wasser und füllen Sie die Mischung anschließend in einen handlichen Sprüher. Auf befallene Pflanzen gesprüht können so Blattläuse vertrieben werden.

Und noch ein Tipp: Kaffee kann auch lästige Mücken fernhalten. Füllen Sie dazu einfach zwei bis drei Esslöffel trockenen Kaffeesatz in ein feuerfestes Gefäß, und zünden diesen dann an. Der Geruch hält die Mücken fern. Er ist allerdings nicht identisch mit dem von frisch aufgebrühtem Kaffee. Er könnte also auch so manch menschlicher Nase nicht gefallen.

Kaffeesatz hilft beim Kompostieren, indem er zum Beispiel Regenwürmer anlockt.

Kaffee unterstützt die Kompostierung

Natürlich können Sie Kaffeesatz auch auf den Kompost geben. Die Nährstoffe beschleunigen den Versäuerungsprozess während des Kompostierens. Außerdem gehören Regenwürmer zu jenen Tieren, die durch Kaffeeduft angelockt werden. Kaffee kann also die Zahl der die Erde lockernden Regenwürmer im Komposthaufen erhöhen.

Zumindest theoretisch könnte es in diesem Fall aber auch ein zu viel des Guten geben. Gartenfreunde sprechen von einem maximalen Anteil des Kaffeesatzes am gesamten Komposthaufen von rund 10%. Das dürfte allerdings nur bei sehr klein angelegten Komposthaufen ins Gewicht fallen – oder bei Kaffeevieltrinkern.

erstellt am 16.04.2021 von Coffeemakers Redaktion

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