Coffeemakers Magazin,  Kaffeevollautomaten / Kaffeemaschinen FAQ (oft gefragt)

An diesen 7 Gründen liegt es, wenn der Kaffee nur noch tröpfelt

Nichts ist ärgerlicher, als ein kaputter Kaffeevollautomat, gerade dann, wenn man sich einen belebenden Espresso zubereiten oder mit einem Latte Macchiato entspannen wollte. Manchmal versieht der Automat zwar noch seinen Dienst, aber der Kaffee kommt nur tröpfchenweise heraus und/oder am Ende ist deutlich weniger Kaffee in der Tasse, als eigentlich sein sollte.

Mit KI erstellte Infografik über Ursachen und Lösungen, wenn der Kaffee nur noch tröpfelnd aus dem Automaten kommt.

1. Der Mahlgrad ist zu fein eingestellt

Einer der häufigsten Gründe im Alltag: Ist die Körnung zu feinkörnig gewählt, presst die Brühgruppe das Pulver zu einem extrem dichten Kaffeepuck zusammen. Der Widerstand ist so hoch, dass die Pumpe das Wasser nicht mehr zügig durchdrücken kann. Der Kaffee läuft zäh wie Sirup, tröpfelt nur noch oder der Brühvorgang bricht ganz ab.

Besonders tückisch: Beim Wechsel auf eine andere Bohnensorte – etwa dunklere, ölige Röstungen – kann ein zuvor passender Mahlgrad plötzlich zu fein sein.

Tipp zur Abhilfe: Stellen Sie das Mahlwerk testweise um 1 bis 2 Stufen gröber. Wichtig: Verstellen Sie den Mahlgrad immer nur, während das Mahlwerk läuft, um das Getriebe und die Mahlscheiben bzw. Mahlkegel nicht zu blockieren.

2. Das Brühsieb ist mit Kaffeefett verstopft

Das Brühsieb (die feine Metallscheibe in der Brühkammer) sorgt dafür, dass kein grobes Kaffeemehl in Ihre Tasse gelangt. In den mikroskopisch kleinen Löchern sammeln sich mit der Zeit Kaffeefette und Öle, die aushärten. Eine reine Wasserspülung reicht hier oft nicht mehr aus.

Tipp zur Abhilfe: Ein verstopftes Brühsieb lässt sich am besten mit speziellen Kaffeefettlöser-Tabletten im Reinigungsprogramm befreien. Bei vielen herausnehmbaren Brühgruppen (z. B. von DeLonghi, Philips oder Melitta) können Sie das Sieb auch mit einer Schraube lösen, entnehmen und gründlich unter warmem Wasser mit einer Bürste reinigen.

3. Der Kaffeeauslauf oder Auslaufverteiler sitzt zu

Läuft das Wasser problemlos durch die Brühgruppe, staut sich aber direkt vor der Tasse, liegt die Ursache oft am vorderen Kaffeeauslauf. Eingetrocknete Crema, Kaffeereste und Kalkpartikel verengen die Kanäle des Verteilers. Typisches Anzeichen: Aus einer der beiden Düsen kommt gar nichts mehr, aus der anderen tröpfelt es nur.

Tipp zur Abhilfe: Viele Kaffeeausläufe lassen sich zur gründlichen Reinigung abziehen oder aufklappen. Sitzt der Auslauf fest im Gehäuse, helfen eine feine Reinigungsbürste, Pfeifenreiniger oder vorsichtiges Durchstoßen mit einem hölzernen Zahnstocher.

4. Die Brühgruppe ist falsch oder zu stark gefettet

Wer seine Brühgruppe regelmäßig reinigt, meint es beim Fetten oft zu gut. Zu viel Schmiermittel bewirkt genau das Gegenteil: Überschüssiges Silikonfett vermischt sich mit trockenem Kaffeestaub zu einer zähen Paste, die bewegliche Teile blockiert und Öffnungen zusetzt.

Werbebanner für Silikonfett

Tipp zur Abhilfe: Fett gehört ausschließlich dünn auf die Dichtungsringe (O-Ringe) und die mechanischen Führungsschienen. Der Brühzylinder selbst oder das Brühsieb dürfen niemals eingefettet werden. Finden Sie dicke Klumpen auf der Mechanik, wischen Sie das überschüssige Fett mit einem sauberen Tuch ab.

5. Das Drainageventil ist defekt oder undicht (vor allem bei Jura & Nivona)

Hören Sie die Pumpe normal arbeiten, aber in der Tasse tröpfelt es nur und die Kaffeemenge bleibt viel zu gering? Werfen Sie einen Blick in die Auffangschale. Finden Sie dort nach 1–2 Bezügen ungewöhnlich viel klares oder bräunliches Wasser, schließt das Drainageventil am unteren Ende der Brühgruppe nicht mehr richtig.

Tipp zur Abhilfe: Wenn die Dichtungen im Drainageventil verschlissen sind oder der Betätigungsmagnet klemmt, entweicht der Wasserdruck in die Schale, statt durch den Kaffee zu fließen. Hier hilft in der Regel nur eine Revision mit neuen Lippendichtungen oder der Austausch des Ventils.

6. Der Wasserlauf ist verkalkt

Kalk ist der natürliche Feind jedes wasserführenden Systems. Besonders im Thermoblock (dem Heizelement) und den nachfolgenden feinen Ventilen setzt sich Kalk ab. Selbst bei regelmäßiger Pflege kann sich ein kleiner Kalkbrocken lösen und ein Ventil oder einen Schlauchverbinder verstopfen.

Tipp zur Abhilfe: Führen Sie eine gründliche Entkalkung durch – am besten mit einem Entkalker auf Basis von Amidosulfonsäure, da dieser Kalk deutlich schneller und schonender löst als einfache Zitronensäure. Wichtig: Kaffeefettlöser lösen keinen Kalk und Entkalker löst kein Kaffeefett; beide Pflegeschritte müssen getrennt voneinander durchgeführt werden.

7. Die Wasserpumpe verliert an Druck

Vibrationspumpen (z. B. von Ulka) unterliegen einem mechanischen Verschleiß. Mit den Jahren ermüdet die interne Feder oder der Kolben dichtet nicht mehr optimal ab. Die Pumpe brummt zwar wie gewohnt, baut aber unter Last nicht mehr die erforderlichen 12 bis 15 Bar Brühdruck auf. Gegen den leeren Wasserauslauf fließt noch Wasser, sobald aber Kaffeemehl verdichtet wird, bricht die Förderleistung ein.

Tipp zur Abhilfe: Wenn alle Schläuche, Ventile und Siebe sauber sind und das Mahlwerk passend eingestellt ist, ist eine verschlissene Pumpe der Hauptverdächtige. Ein Austausch der Pumpe ist unkompliziert und behebt das Problem in der Regel sofort.

5% Neukundenrabatt bei Coffeemakers
Avatar-Foto

Die Redaktion von Coffeemakers.de liefert ihnen alle Daten, Fakten und Hintergrundinfos, die ein Kaffeeliebhaber und stolzer Besitzer eines Kaffeevollautomaten braucht. Egal ob es dabei um den Kaffee selbst geht, seine Zubereitung, was gerade auf dem Markt für Kaffeevollautomaten los ist oder wie Sie dank guter Wartung und Pflege lange Freude an ihrem eigenen Gerät haben.

Top
Coffeemakers Magazin