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Grusel-Kaffee für Halloween: Der Vampir-Latte

Wenn die Tage kürzer werden und der Herbst seine dunkle Seite zeigt, darf es in der Tasse gern etwas dramatischer zugehen. Halloween steht vor der Tür – die ideale Gelegenheit, den morgendlichen Koffeinschub in einen echten Hingucker zu verwandeln.

Unser „Vampir-Latte“ (Red Velvet Beetroot Latte) setzt genau hier an: Tiefes Rubinrot trifft auf cremigen Milchschaum und dunklen Espresso. Das Getränk sieht aus wie ein edler Zaubertrank aus einem viktorianischen Schauerroman, schmeckt jedoch samtig, wärmend und überraschend harmonisch.

Hier erfahren Sie, wie die schaurig-schöne Kreation gelingt und mit welchem Barista-Kniff der spektakuläre Farbverlauf im Glas entsteht.

Das Geschmacksprofil: Erdige Süße trifft kräftige Röstung

Rote Bete im Kaffee mag im ersten Moment ungewohnt klingen, funktioniert geschmacklich aber hervorragend. Die feine, leicht erdige Süße der Knolle verbindet sich mit dem Vanillesirup zu einer runden Basis, die geschmacklich an einen klassischen Red Velvet Cake erinnert.

Entscheidend ist hierbei die Wahl des Kaffees: Greifen Sie zu einer dunklen Espressoröstung mit ausgeprägten Noten von Zartbitterschokolade, Noisette oder Karamell und möglichst geringer Fruchtsäure. Ein kräftiger Robusta-Anteil sorgt für die nötige Durchsetzungsfähigkeit gegen Milch und Rote Bete – und liefert eine dichte, standfeste Crema.

Wir empfehlen Ihnen hier ganz klar unseren Marese Espresso Traditionale. Die aromatische Espressomischung mit süßlicher und weicher Note, kräftig und ausgewogen. Kombiniert aus 45% Robusta-, 55% Arabica-Bohnen aus Indien, Brasilien, Honduras, Kolumbien, Vietnam und Uganda.

Genuss für dunkle Herbstabende - Marese Espresso Traditionale

Rezept: Vampir-Latte

Die Zutaten (für ein hohes Glas, ca. 300 ml)

  • 1 doppelter Espresso (ca. 40–50 ml, frisch extrahiert aus einer dunklen Röstung)
  • 200 ml Milch oder pflanzliche Alternative (besonders empfehlenswert: eine vollmundige Barista-Hafermilch oder Vollmilch mit 3,8 % Fett)
  • 1–2 TL feines Rote-Bete-Pulver (alternativ: ca. 30 ml ungesüßter Rote-Bete-Direktsaft)
  • 1–2 TL Vanillesirup (je nach gewünschter Süße; alternativ Vanilleextrakt)
  • Optional zur Dekoration: roter Beerensirup für den Glasrand

Die Zubereitung

Die rubinrote Basis anrühren: Geben Sie das Rote-Bete-Pulver zusammen mit dem Vanillesirup direkt in Ihr Servierglas. Fügen Sie etwa 30 bis 40 ml warmes Wasser (oder einen kleinen Schluck der warmen Milch) hinzu und verrühren Sie alles gründlich mit einem kleinen Schneebesen oder Milchaufschäumer, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat und keine Klumpen mehr sichtbar sind. Wenn Sie Rote-Bete-Direktsaft verwenden, erwärmen Sie diesen kurz zusammen mit dem Vanillesirup.

Samtigen Milchschaum erzeugen: Schäumen Sie die Milch mit der Dampflanze Ihrer Espressomaschine oder einem elektrischen Milchaufschäumer auf. Ziel ist ein besonders feinporiger, samtiger Mikroschaum mit rollender Konsistenz – zu fester Bauschaum verhindert später das saubere Absinken des Espressos.

Das Glas füllen: Gießen Sie etwa zwei Drittel der geschäumten Milch zügig auf die Rote-Bete-Basis, sodass sich beides zu einer leuchtend roten Schicht verbindet. Setzen Sie anschließend den restlichen, weißen Milchschaum vorsichtig als lockere Haube obenauf.

Der Barista-Trick: Der perfekte „Blutsturz“-Effekt: Nun folgt der entscheidende Handgriff, der aus einem gewöhnlichen Milchmischgetränk den Vampir-Latte macht. Das Geheimnis liegt in den unterschiedlichen Flüssigkeitsdichten:

  1. Den Espresso vorbereiten: Beziehen Sie den doppelten Espresso in ein kleines Kännchen mit Ausgießer. Er sollte heiß sein.
  2. Den Barlöffel ansetzen: Nehmen Sie einen langstieligen Barlöffel und platzieren Sie dessen Laffe (die gewölbte Löffelunterseite) knapp über der weißen Milchschaumoberfläche an der Innenwand des Glases.
  3. Langsam gleiten lassen: Gießen Sie den heißen Espresso gleichmäßig und langsam über den Rücken des Löffels ein.

Durch die Strömungsbrechung schießt der Espresso nicht ungebremst auf den Glasboden, sondern bahnt sich seinen Weg durch die Schaumkrone. Er setzt sich exakt zwischen der dichten, süßen Rote-Bete-Milch und der luftigen Schaumhaube ab. Nach wenigen Sekunden beginnen feine, dunkle Kaffeefäden nach unten in das rote Bett zu sickern – die perfekte Halloween-Optik ist garantiert.

Servier-Tipp für den Gruselabend

Reichen Sie den Vampir-Latte am besten in einem doppelwandigen, transparenten Glas, damit die Schichten voll zur Geltung kommen. Wer es noch etwas theatralischer mag, zieht vor dem Befüllen mit dickflüssigem Himbeer- oder Brombeersirup ein paar „Blutspuren“ am inneren Glasrand entlang oder bestäubt die Schaumkrone mithilfe einer Schablone mit einer Fledermaus aus dunklem Kakaopulver.

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Tobias Hoffmannswald, geboren und aufgewachsen in Stuttgart, entdeckte seine Leidenschaft für Kaffee bereits in jungen Jahren. Verantwortlich dafür machte er den Duft frischen Kaffees, der stets in der Bäckerei seiner Eltern lag. Nachdem er die Schule abgeschlossen hatte, zog es Tobias hinaus in die Welt. Seine Faszination für Kaffee führte ihn nach Mittelamerika, wo er sich in Honduras und später El Salvador den Kaffeeanbau ganz genau ansah. Zurück in Deutschland, entschied sich Tobias, seine Begeisterung für Kaffee zu professionalisieren. Er ließ sich zum Barista ausbilden. Mit frisch erworbenem Fachwissen und einer tiefen Wertschätzung für die Kunst des Kaffees suchte Tobias nach Möglichkeiten, seine Vision zu teilen und anderen die Welt des Kaffees näherzubringen. Über den ein oder anderen Umweg fand er diese Möglichkeit schließlich in Würzburg, wo er seit 2023 das Team von KaffeeTechnik Seubert mit seinem Baristaskills unterstützt.

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