Warum Kaffee mehr als nur ein guter Gartendünger ist

Kaffeesatz und Kaffeereste sollte man nicht gleich wegkippen. Zumindest dann nicht, wenn man einen Garten hat. Wir sagen Euch, was Ihr mit dem vermeintlichen Abfall noch alles machen könnt.

Neben Koffein hat Kaffee eine ganze Reihe von Inhaltsstoffen, die ihn gleichzeitig für den Einsatz im Garten rüsten. Er enthält Phosphor, Kalium und Stickstoff – drei Bestandteile, über die auch jeder gute Gartendünger verfügt. Besonders Tomaten, Zucchini, Rosen und Beerensträucher freuen sich deshalb über eine Düngung mit Kaffeesatz. Im Kaffeesatz enthaltene Antioxidantien und Gerbstoffe komplettieren die Eignung als Dünger.

In die Erde eingearbeitet, ist getrockneter Kaffeesatz ein perfekter Dünger.

Nicht einfach den Kaffeesatzbehälter auskippen

Allerdings ist es nicht damit getan, seinen Kaffeesatzbehälter einfach über auf die Erde zu kippen, in der die Pflanzen wachsen. Der Kaffeesatz sollte zuerst einmal bereits trocken sein, nur bei trockenem Kaffeepulver kann der Hobbygärtner sicher sein, keine Schimmelbildung befürchten zu müssen. Und wer schon mal über einen bestimmten Zeitraum seinen Kaffeesatzbehälter nicht geleert hat, der weiß wie schnell die Schimmelbildung bei Kaffee einsetzen kann.

Das Kaffeepulver sollte dann in die Erde eingearbeitet, bzw. zumindest mit einer Mulchschicht bedeckt werden. Bei einfachem Verstreuen auf der Oberfläche ist die Düngewirkung quasi null.

Kaffee fördert den Kompostiervorgang

Übrigens, Kaffeesatz kann nicht nur bedenkenlos kompostiert werden, es lohnt sich sogar ihn auf den Kompost zu werfen. Auch hier sollte man, um Schimmelbildung zu vermeiden den Kaffeesatz erst einmal trocknen. Ist er aber im Kompost verteilt, hilft er auch dabei Regenwürmer anzulocken, die den Kompostierungseffekt verstärken.

Das tut er auch in der einfachen Blumenerde,hier sind Regenwürmer für den Gärtner bekanntlich erwünschte Nützlinge. Mäuse oder gar Maulwürfe hingegen mögen Kaffee überhaupt nicht, genauso wie Katzen. Kaffee kann ihr Gemüsebeet also auch vor einem Schicksal als Katzenklo bewahren.

Für Gärtner oft ein Alptraum: Schnecken

Mit Kaffee im Kampf gegen Schnecken und Blattläuse

Selbst bei Schnecken kann sich der Einsatz von Kaffee lohnen. Auf der Oberfläche als eine Art Schutzwall um die Pflanzen angebracht, macht er es den Tieren nicht nur schwer sich zu bewegen, sondern das Koffein wirkt auch als ein Nervengift.

Im Kampf gegen Pflanzenschädlinge hat sich Kaffee ebenfalls bewährt. Die Larven der Trauermücke zum Beispiel sterben ab, wenn der Pflanzentopf mit einer Mischung aus 1:1 Kaffeeaufguss und Wasser getränkt wird. Die selbe Mischung auf betroffene Pflanzenteil gesprüht, kann auch ein hilfreiches Mittel gegen Blattlausbefall sein.

erstellt am 16.06.2020 von Coffeemakers Redaktion

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