Unsere Kaffeeempfehlung: Marese Café Grande

Viele Kaffeeröstungen werden mit dem Begriff „Grande“ bezeichnet, aber es gibt nur einen Marese Café Grande.

Mit über einem Dutzend Kaffeeröstungen ist das Angebot von Marese Kaffee breit gefächert. Während manche Sorten noch relativ frisch auf dem Markt sind, kann der Marese Café Grande bereits auf eine gewisse Geschichte zurückblicken. Er erfreut sich seit Jahren einer anhaltenden Beliebtheit. Das spricht dafür, dass in der Welt des Kaffees zwar des Öfteren die Bezeichnung „Café Grande“ verwendet wird, der Marese Café Grande aber aus dieser Menge hervorsticht.

Die Grundlagen dafür werden in einer Kaffeemanufaktur gelegt, deren Kaffeeröster sein Handwerk versteht. Mit einer schonenden Langzeitröstung bringt er die ganze Aromavielfalt der sorgsam zusammengestellten Kaffeebohnen zur Geltung. Der Marese Café Grande ist das Ergebnis einer bewährten 80/20-Mischung. Der Anteil edler Arabica-Bohnen liegt bei 80%, sorgfältig ausgewählter Robusta rundet das Ergebnis ab.  

Schonende Langzeitröstung für eine große Aromavielfalt.
Schonende Langzeitröstung für eine große Aromavielfalt.

Dabei entsteht ein Kaffee, der sich sehr gut für die Zubereitung als Café Crema eignet, ebenso aber für einen aromatischen Espresso. Damit ist er ebenfalls die perfekte Grundlage für die große Welt der Kaffeespezialitäten mit Milch und Milchschaum. Mit diesem Café Grande gelingen Ihnen auch Cappuccino, Latte Macchiato und andere Klassiker. Dank der Röstung werden Sie auch in den Kaffeespezialitäten noch das Profil aus Nuss und Karamell herausschmecken. Der intensive Geschmack kommt ohne große Anteile von Säure daher, ein Marese Kaffee auch für die etwas empfindlicheren Kaffeeliebhaber.

Marese Café Grande: Die Herkunft der Kaffeebohnen

Der Marese Café Grande ist eine Co-Produktion aus Kaffeebohnen aus Zentral- und Südamerika auf der einen Seite, und Asien auf der anderen. Wie in so vielen Kaffeeröstungen sind auch hier Bohnen aus Brasilien enthalten. Das Land ist der mit Abstand größte Kaffeeproduzent weltweit, verliert dabei aber nicht die Balance zwischen Qualität und Quantität. Als Exportprodukt ist Kaffee für Brasilien von zentraler Bedeutung, und die Geschichte seines Anbaus ist lang. In Honduras hingegen spielte der Kaffee länge eher eine Nebenrolle. Als typische „Bananenrepublik“ diente das Land noch bis vor wenigen Jahrzehnten vor allem als Anbaufläche von Bananen für US-Konzerne. Erst als man sich in dem zentralamerikanischen Land von der Einflussnahme der Konzerne emanzipierte, begann der Anbau von Kaffee an Bedeutung zu gewinnen. Heute ist Honduras für seinen qualitativ hochwertigen und geschmacklich vielfältigen Kaffee bekannt. Der Anbau liegt weitestgehend in der Hand von Kleinbauern und Familienbetrieben. Jedes Jahr im Oktober beginnen sie die Kaffeeernte schonend per Hand, sie kann sich bis in den März hinziehen. Die nährstoffreichen Vulkanböden der Region sorgen für ein stetiges Wachstum und verleihen honduranischen Kaffee seinen unverwechselbaren Geschmack.

Kaffee aus Kolumbien gehört zu den beliebtesten der Welt.
Kaffee aus Kolumbien gehört zu den beliebtesten der Welt.

Als Kaffeeanbauregion beinahe schon legendär ist Kolumbien. Außerhalb der Ursprungsregionen der Kaffeepflanze wird diese in kaum einer anderen Region der Welt schon so lange und ununterbrochen angebaut wie dort. Die Geschichte reicht bis in die 1730er Jahre, als Jesuiten die ersten Coffea Arabica-Setzlinge ins Land brauchten, das damals noch spanische Kolonie war. Die geographischen und klimatischen Gegebenheiten waren für den Arabica-Kaffee so gut geeignet, dass er auch heute noch den Anbau dort dominiert. Obwohl Kolumbien auch zu den in Exportmengen bemessenen größten Kaffeeanbaunationen zählt, ist der Anbau dort weitestgehend in der Hand kleiner und mittlerer Familienbetriebe organisiert. Viele der hochwertigen Arabica-Bohnen finden ihren Weg nach Europa über das Fairtrade-System, manchen gilt kolumbianischer Kaffee sogar schon als Synonym für Fairtrade-Kaffee.

Bei den Top 3 der Kaffeeanbauländer liegt Vietnam genau zwischen Brasilien und Kolumbien an zweiter Stelle. Lange Zeit waren viele Kaffeetrinker entweder überrascht über die Bedeutung von vietnamesischen Kaffee auf dem Weltmarkt, oder begegneten dem Robusta-Kaffee von dort eher skeptisch. Manch Kaffeeliebhaber aus den neuen Bundesländern erinnert sich vielleicht sogar an Zeiten, als das sozialistische Bruderland Vietnam quasi ein Monopol für den Export von Kaffee in die DDR hatte. Der Kaffee damals konnte dem Vergleich mit „West-Kaffee“ nicht standhalten, doch diese Zeiten sind längst vorbei. Robusta-Kaffee galt für viele vor allem als Koffein-Lieferant, im Schnitt enthält er doppelt so viel Koffein wie Arabica-Bohnen, oder als Möglichkeit Arabica-Mischungen „aufzufüllen“. Heute werden die qualitativ besten Robusta-Bohnen gezielt aufgrund ihres Geschmackprofils ausgewählt, um Kaffeeröstungen, die zum großen Teil aus Arabica bestehen abzurunden.

erstellt am 29.04.2021 von Coffeemakers Redaktion

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