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Japan startet mit dem Anbau eines eigenen Kaffees

Japan ist für einiges in der Welt bekannt, als Anbaugebiet für Kaffee bisher allerdings noch nicht. Doch das könnte sich bald ändern.

Obwohl die meisten bei der Kombination zwischen Heißgetränk und Japan eher an Tee als an Kaffee denken, hat das Land eine eigenständige und reiche Kaffeekultur entwickelt. Von teuersten in Champagnerflaschen abgefüllte Kaffeespezialitäten bis zur Dose heißen Kaffee aus dem Automaten – in Japan gibt es nichts in Sachen Kaffee, was es nicht geben würde. Nur eines fehlte bisher, ein eigenes Anbaugebiet für die Kaffeepflanze.

Bereits 2017 hat der japanische Lebensmittelkonzern Ajinomoto AGF mit dem Anbau von Kaffee in Japan selbst begonnen, wie das Online-Magazin Sumikai berichtet. Der erste erntereife Kaffee soll bereits nächstes Jahr für Testkäufer auf den Markt kommen. Ab 2023 ist dann die reguläre Markteinführung geplant.

Japan liegt außerhalb des Kaffeegürtels

Viele Kaffees profitieren von den mineralienreichen Vulkanböden, auf denen die Pflanzen angebaut werden. Vulkane hat Japan, das Land liegt direkt auf dem pazifischen Feuerring, zwar mehr als genug, erfüllt aber nicht die zweite typische Bedingung für ein Kaffeeanbauland.

Professioneller Kaffeeanbau spielt sich fast ausschließlich im sogenannten Kaffeegürtel ab. Einem Gebiet vom 23. Breitengrad nördlich des Äquators bis zum 25. Breitengrad südlich, in dem die klimatischen Bedingungen für den Kaffeeanbau ideal sind. Die japanischen Hauptinseln liegen weit nördlich dieses Gebiets, und selbst das zu Japan gehörende Okinawa, als südlichster Punkt des Landes, liegt noch außerhalb des Kaffeegürtels. Es überrascht also kaum, dass Japan im internationalen Kaffeeanbau bisher keine Rolle spielt.

Ändern wird sich das wahrscheinlich auch nicht mit dem Kaffeeprojekt von Ajinomoto. Der Kaffee soll nicht als Massenprodukt auf den Markt kommen, sondern als Spezialitätenkaffee im Premiumbereich gehandelt werden.

erstellt am 04.08.2021 von Coffeemakers Redaktion

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